Buenzli's Blog

Auf der Suche nach der neuen Heimat

Bünzlis Lieblingszeitungsartikel August 15, 2009

Einsortiert unter: Kurze Anekdoten von Herrn Bünzli — Detlef Bünzli @ 7:11 vormittags
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Würde Herr Bünzli manchmal gern verteilen...

Würde Herr Bünzli manchmal gern verteilen...

Folgender Artikel ist vom 03.10.2008 (aus der Blick):

ZÜRICH – Die AHV profitiert von gutverdienenden Einwanderern aus unserem nördlichen Nachbarland. Doch viele Schweizer haben Angst, dass ihnen Deutsche die Karriere vermiesen.

Die Schweiz erlebt eine neue Art der Zuwanderung, jene der Hochqualifizierten. Mittlerweile besitzen 58 Prozent der Immigranten einen Hochschulabschluss. Und 60 Prozent der Führungskräfte von börsenkotierten Schweizer Firmen stammen aus dem Ausland.

Dies geht aus dem heute veröffentlichten Buch «Die neue Zuwanderung – Die Schweiz zwischen Brain Gain und Überfremdungsangst» von Avenir Suisse hervor.

Im Jahr 2007 sind fast 40´000 Personen aus beruflichen Gründen in die Schweiz eingewandert. Sie stammen hauptsächlich aus West- und Nordeuropa, in erster Linie aus Deutschland sowie weiteren Nachbarländern der Schweiz. Im Jahr 2000 waren es erst rund 22´000.

Wie Avenir Suisse schreibt, werden heute 27 Prozent aller in der Schweiz geleisteten Arbeitsstunden von Ausländerinnen und Ausländern erbracht. In vielen Schlüsselpositionen sei dieser Anteil noch deutlich höher.

AHV profitiert von deutschen Zuwanderern

Für Yves Rossier, den Chef der Schweizer Sozialversicherungen, sind die neuen, gut qualifizierten Einwanderer «ein Segen», wie er gegenüber der «NZZ am Sonntag» betonte. Denn die zugezogenen EU-Bürger zahlen mit ihren hohen Löhnen mehr in die AHV ein, als sie beziehen: Während sie insgesamt für rund 19 Prozent der Beiträge an AHV und IV aufkommen, ist ihr Anteil an den Renten, welche die Sozialversicherungen auszahlen, deutlich geringer: 15 Prozent.

Schweizer haben Angst vor Statusverlust

Im Gegensatz zu bisher zugewanderten Ausländern, die meist einen niedrigen sozialen Status hatten, begegnen die neuen Zuwanderer den Schweizern auf Augenhöhe. Wie Soziologe Kurt Imhof schreibt, wird der Schweizer Mittelstand damit zum ersten Mal mit Konkurrenz konfrontiert.

Verlust- und Statusängste seien die Folge. Sichtbar würden diese in Form der «Deutschen-Debatte». Der Berner Wirtschaftsprofessor Reto Föllmi schreibt in seinem Kapitel allerdings, dass diese Ängste weitgehend unbegründet seien und die neue Zuwanderung überwiegend Gewinner produziere.

Höhere Immobilienpreise in Ballungszentren

Die Immobilienpreise in den Regionen Genf und Zürich sind seit 2000 um rund 20 Prozent gestiegen. Laut Föllmi sind diese Preissteigerungen zumindest teilweise auf die neue Zuwanderung zurückzuführen. Dies berge politischen Sprengstoff und sei Nährboden für soziale Spannungen. (SDA/noo)

Und Nummer 2, auch wieder aus Blick, vom 15.10.2007(!):


ZÜRICH – Die Deutschen sind da! Und sie sind überall: in Chefetagen, beim Bund, in Krankenhäusern, Universitäten, auf Baustellen. Letztes Jahr kamen 24700 Deutsche in die Schweiz – 21 Prozent mehr als 2005. Heute leben mehr als 170´000 Deutsche hier. Und Experten sind sicher: Es kommen noch mehr Deutsche zu uns. Deshalb fragt BLICK: Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz? Müssen wir uns gegen sie wehren? Oder tun sie der Schweiz gut? Im ersten Teil der BLICK-Serie kommen Schweizer zu Wort. Und sagen frisch von der Leber weg, was sie von den Einwanderern aus dem Norden halten.

Severine Saladin (24), Visagistin aus Olten SO.

«Ich habe bisher vorwiegend schlechte Erfahrungen gemacht mit Deutschen. Sie kamen mir meistens unfreundlich vor und zeigten sich auch nicht gerade hilfsbereit. Ich will nicht verallgemeinern: Aber die meisten kommen doch nur in die Schweiz, um grosses Geld zu verdienen! Und dann gehen sie irgendwann zurück nach Deutschland und leben dort wie die Fürsten.»

Bruno Schurtenberger (40), Geschäftsführer aus Staufen AG.

«Ich verstehe die Angst vieler Schweizer um ihren Job, weil Deutsche viel billiger arbeiten. Allein im Pflegebereich gibt es ja teilweise nur noch Deutsche. Privat sind die Deutschen eigentlich schon sympathisch – solange man mit ihnen alleine ist. Wie ich es erlebe, werden sie zum Teil unangenehm, sobald sie in der Gruppe auftauchen. Ich selber habe natürlich auch schon über Deutsche gelästert. Sie sollten einfach etwas lockerer werden und etwas mehr eine südländische Einstellung zum Leben haben. Dies gilt allerdings auch für uns Schweizer!»

Regula Sutter (20), Malerin aus Benglen ZH.

«In meinem beruflichen Umfeld gibt es immer mehr Deutsche. Ich kann mich kaum noch mit jemandem auf Schweizerdeutsch unterhalten. Und wenn ich mich dann weigere, Hochdeutsch zu sprechen, heisst es gleich, wir Schweizer seien Rassisten. Einem meiner Kollegen sagte man beim Bewerbungsgespräch in einem Temporärbüro, ein Deutscher würde den Job für 20 Franken pro Stunde machen. Mein Kollege müsse diesen Lohn akzeptieren, wenn er den Job wolle. Die Deutschen kommen also als Billigarbeitskräfte in die Schweiz und ruinieren unseren Arbeitsmarkt.»

Kommentar: Reizthema Deutsche offen angehen

Die Aufregung ist gross, bevor die BLICK-Serie überhaupt begonnen hat. Aufgeschreckt durch den Werbespot «Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?» meldeten sich Deutsche auf der Redaktion, die bange fragten, was wir denn schreiben würden.

Keine Angst, liebe Deutsche, unsere Serie wird keine Kampagne gegen euch. Aber die Deutschen in der Schweiz sind ein Reizthema. Es muss auf den Tisch. Wir stellen die Fragen: Nehmen Deutsche den Schweizern die Jobs weg? Drücken sie die Löhne? Welche Vorurteile haben wir gegenüber den Deutschen? Wie deutsch fühlen sich die Deutschschweizer selber?

Viele Schweizer lästern nur hintenrum über die Deutschen . Darum haben als Erste jene Eidgenossen das Wort, die hinstehen und sagen, was sie denken.

Die Deutschen dürfen morgen zurückgeben. Und bekanntlich wissen die sich ja verbal zu wehren.

Rolf Cavalli, Stellvertreter des Chefredaktors


Na, da freut sich doch Herr Bünzli, wenn er täglich seine Zeitung aufschlägt und ihm solche Begeisterung entgegen schwappt. Wie die Realität aussieht, interessiert keinen, aber natürlich auf der Basis des Meckerns und Lästerns lassen sich hervorragend Vorurteile und dumme Meinungen abbauen!Ist es nicht so, dass ohne die Deutschen die Pflegeheime, Krankenhäuser, Kindergärten, usw. kaum noch Angestellte hätten? Ja warum denn bloss? Weil eventuell viele schweizer Frauen lieber Heimchen am Herd sind, andere sind sich zu fein, um solche Arbeiten, wie das Kellnern auszuführen und noch viel schlimmer, was vor allem die Krankenhäuser betrifft: sie haben einfach nicht die Leute, die darin ausgebildet sind! Schlichtweg, so ist es nun mal!

Gut, Herr Bünzli wünscht allen einen schönen Samstagvormittag und geht jetzt brav zu Bäcker und Metzger, quält sich bei jeder Katze, jedem Hund und jedem noch so unfreundlichen Gemeindenachbar ein “Guete Morge zäme!” raus, damit er nicht als böser Deutscher abgestempelt und noch des Landes verwiesen wird, weil er dem Herrn Meyer-Baur nicht freundlich genug die Tür aufgehalten hat!

Ciao zäme, Detlef Bünzli

 

 
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