Buenzli's Blog

Auf der Suche nach der neuen Heimat

Eine kurze Geschichte aus den letzten Tagen des Herrn B. August 14, 2009

Einsortiert unter: Kurze Anekdoten von Herrn Bünzli — Detlef Bünzli @ 12:52 nachmittags
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Am 7.August 2009 stand folgender kurzer Beitrag von H.M. Glogger in der Blick am Abend;

Rubrik: “Glogger mailt“, einer fiktiven Email an Kai Diekmann, mit dem Betreff versehen:

Beliebteste Deutsche“.

Zitat Helmut M. Glogger:

“Lieber Kai Diekmann

Als Chefredaktor “Bild” liessen Sie die 100 beliebtesten Deutschen küren. Blöd nur, dass von den ersten zehn fünf nicht mehr in Deutschland leben (wollen). Steffi Graf und Thomas Gottschalk wohnen in Los Angeles, Papst Benedikt XVI. lebt in Rom, Franz Beckenbauer in Salzburg und Michael Schumacher in Vufflens am Genfersee. Na, da würde ich mir aber mal Gedanken machen, dass ausgerechnet die Nettesten Deutschland den Rücken kehren. Dass ausgrechnet eine Kunstfigur wie Horst Schlämmer alias Hape Kerkeling es auf Platz 1 schaffte, sagt mehr über den derzeitigen Geisteszustand eines Landesaus, als all die netten Damen und Herren, die sich real als Kandidaten zur Bundestagswahl in ein paar Wochen stellen.

Helmut-Maria Glogger”

So, da ich sicherlich nicht ständig irgendetwas aus meinem Haushalt demolieren kann und auch keinem anderen unschuldigen Opfer eins geben möchte, wende ich mich fortan direkt an den Verursacher der verbalen Entgleisung für die Mülltonne.

Meine Post an Herrn Glogger:

“Lieber Herr Glogger,

wie gebannt starre ich seit gestern nun Ihren Beitrag in der Blick an.
Endlich wird nicht einseitig, zynisch oder sarkastisch berichtet, denn wen interessiert das
schon, ob die “Bild” repräsentativ ist oder gar einen umstrittenen Wahrheitsgehalt besitzt.
Aber vielen Dank für Ihre absolut kompetenten Aussagen über den Geisteszustand der Deutschen!
Das hat uns, den Deutschen, noch als ergänzendes Highlight in der öffentlichen Berichterstattung gefehlt.
Gleich gestern Abend habe ich eine Rundmail an alle Bekannten und Verwandten verfasst, um sie zu ermuntern
das Land zu verlassen, da auch sie nett und beliebt sind. Die werden dann alle wie Heuschrecken
in die Schweiz einfallen, wäre Ihnen das lieber?
Denn so scheint ja die Kernaussage zu sein: die einzig brauchbaren Deutschen
wandern aus und der Rest ist hirnlose Masse!
Ich möchte nicht erst davon anfangen, wer in der Schweiz beliebt ist, welcher geistloser Spassmacher oder welch sinnloser Klamauk für gut befunden wird: wie war das doch mit dem Griff an die eigene Nase?

Ohne Ihre erleuchtende Worte wäre mein Freitagabend sinnlos, vermutlich mit der “Bild” auf dem Schoss, untergegangen.

Danke sehr.

Es grüsst Sie herzlichst,  X”

(x= Detlef Bünzli)

 

 
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