Buenzli's Blog

Auf der Suche nach der neuen Heimat

Wie leicht ist es, heftigste Begierden durch die oberflächlichsten Gegenstände in die Irre zu führen. September 3, 2009

Einsortiert unter: Das tägliche Leben als Bünzli im Heidi-Land — Detlef Bünzli @ 7:14 vormittags
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Wie leicht ist es, heftigste Begierden durch die oberflächlichsten Gegenstände                                      in die Irre zu führen.

(Jean- Jaques Rousseau)

Vielleicht mag der eine oder andere schon bemerkt haben, dass der Schweizer an

sich ein fortschrittlicher Typ ist, modern und mondän. Ob es sich dabei um den

neuesten ipod, iPhone, der noch schnellere Apple Mac und den anderen neuen der

neuesten Errungenschaften der Technik handelt. Nun mag man eventuell geneigt

sein zu denken, dass es wieder nur ein Klischee sei, dass wiederum der Deutsche

ebenso fortschrittlich ist (in Berlin vielleicht, maximal noch in München oder

Hamburg) und dass andererseits sicherlich im Wallis nicht Bauer Huber einen

niegelnagelneuen iPod touch besitzt, das mag alles stimmen, aber es ist doch recht

auffällig, dass die Altersgruppen Alkopops bis Whisky- Degustation immer auf dem

neuesten Stand sind. Up to date, sozusagen.

Aber dieser Stand der Technik ist in den Händen mancher Schweizer ein echter

Schaden. Sie nutzen diese modernen Dinger, um die Ohren und Nerven Bünzlis

mächtig zu strapazieren! Detlef fährt jeden Tag auf Arbeit und von der Arbeit

wieder zurück, also zehn Fahrten die Woche, sei denn er trifft sich abends mit

Kollegen auf eine Stange. Und um wie viel wollen wir wetten,

dass sicherlich auf mindestens fünf Fahrten in der Tram irgendeiner seinen ipod

bis zum Ohrenbluten laut gestellt hat, dass man selbst zig Sitzplätze hinter ihm den

kratzenden Bass und überlautes Gekreische im Kopfhörer einprägsam hört.

Da bekommt doch Luut&Tüütli gleich einen Imageschaden kostenfrei mitgeliefert.

Denn das Gewummse von der Desperados-Corona-Generation muss Bünzli nicht

unbedingt laut und deutlich haben, während er entweder noch übermüdet auf Arbeit

tuckert oder bereits wieder völlig übermüdet von der Arbeit durch zahlreiche Kurven

zurück nach Hause gerüttelt wird. Doch was ihn am meisten verärgert, ist die

dumme Angewohnheit etlicher Schweizer erst nach ein paar Tagen Emails, SMS und

verpasste Anrufe zu beantworten. Da geben sie schon ihre Franken massenweise für

moderne Kommunikationsmittel aus und dann nutzen sie diese nicht. Doch,

natürlich, für facebook, MySpace und Konsorten, um mit dem iPhone Fotos zu

schiessen, dann schnell Fotos hoch zu laden, um diese dann noch schneller zu

verlinken. Hiiiiiilfeeeeeee! Denkt sich da Herr Bünzli.

Aber zurück zur Problematik:

Detlef hat bereits in seinem Bekanntenkreis, in seinem deutschen Bekanntenkreis

sollte man dazu erwähnen, die Thematik gehabt, dass Mails, selbst wenn es

wichtige Absprachen dienstlicher Natur oder Rechnungen sind, erst Tage, nahezu

Wochen später beantwortet werden. Kurznachrichten auf dem Natel werden

prinzipiell erst zwei, drei Tage später beantwortet, aber in der Regel vier bis fünf

Tage später. Und dann meist mit einer solcher Pointe, die hätte Heinz Ehrhardt,

Dieter Nuhr und Kurt Krömer zusammen nicht übertreffen können.

Im Stil von: “Sehen wir uns Dienstag oder Mittwoch?” Einfache Frage sollte man

meinen. Antwort: “Ja, isch guet.” Einfache Frage, einfache Antwort- das war dann

wohl doch zu viel verlangt. Eine solche Situationskomik ist tagein, tagaus

Programm und natürlich würde Bünzli jede menge Lacher verpassen, wenn er

auf den Kontakt mit dem Käsevölkchen verzichten würde, vor allem via SMS.

Übrigens sollten sich neue Zugezogene nicht wundern, denn Geburtstage und

andere persönliche festliche Anlässe werden ebenso flüchtig, wie gar nicht beachtet,

wie eine SMS am Handy oder eine von zig Mails im Posteingang im neuen Mac.

Und wenn sie dann ihre SMS beantworten wollen oder ihre entgangenen Anrufe

kontaktieren, machen sie das prompt im Zug. Natürlich, wo sonst kann man so

viel ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich ziehen? Und von der Flaute des Typen letzte

Nacht im Bett erzählen, über die Cellulite seiner Arbeitskollegin herziehen oder von

dem offenen Beinbruch des Nachbarjungen im Detail berichten. Im Zug, wo kaum

einer flüchten kann. Das Berichtete dann breit ausdehnen und die Stimme volles

Rohr aufdrehen und alles raus posaunen, was einem so durch den Kopf schiesst.

Manchmal möchte Bünzli vor Wut Wände einrennen. Ab durch die Mitte und

ein fröhliches: “Ich bin dann mal weg.”, und wenn es auf zum Jakobsweg ginge.

Detlef hat sich inzwischen angewöhnt rechtzeitig Kurznachrichten und Emails

zu schreiben und Geburtstage ignoriert er inzwischen gekonnt, wenn auch voller

Unbehagen, aber man kann ja nicht alles haben und wir sind ja hier nicht bei

“Wünsch dir was!” sondern bei: “So isses!”.

Aber Hauptsache sie haben das neueste technische Spielzeug errungen, können es

überall, gebeten oder ungebeten, präsentieren und dadurch mit der High Society

mithalten. Und da schliesst sich der Kreis. Oberflächlichkeit ist laut Definition,

wenn etwas nur von der Oberfläche her betrachtet, etwas nur kurz und flüchtig

bewertet wird und wenn jemand kein Interesse für geistige Werte und Charakter

hegt. Manchmal sehr passend. Leider. Und wie passend dazu das Zitat von

Rousseau: “Wie leicht ist es, heftigste Begierden durch die oberflächlichsten

Gegenstände in die Irre zu führen.” Was nützen mir iPhone, Ipod und Co. wenn ich

innerlich verkomme und meinen Charakter nicht pflege. Denn eigentlich sollten

es diese Dinge sein, die im Leben zählen. Aber genug des Ernstes. Kommen wir

zurück zur Leichtigkeit des Seins, Detlef wird nun noch schnell auf seine persönliche

Plattform gehen und um die Worte Rousseaus weiter zu nutzen:

“Wie könnte man auf der Stelle jemandes Freund sein,

den man noch nie gesehen hat.” Noch schnell ein paar  Freunde in seine

Kontaktliste aufnehmen, die ihn dann alle auf ihren Fotos verlinken können-

den spleenigen deutschen Freak in Cordhose mit Dosenbier und einer f6 in der

Hand, danach wollte Detlef noch schnell seine Mails checken, die er schon seit

Tagen im Posteingang absichtlich ignoriert hat. Denn was tut man nicht alles,

um der Norm zu entsprechen.

Einen schönen Tag an alle,

euer Deltef

 

Nur die oberflächlichsten Eigenschaften dauern- des Menschen tieferes Wesen ist bald entlarvt. September 2, 2009

Einsortiert unter: Das tägliche Leben als Bünzli im Heidi-Land — Detlef Bünzli @ 7:10 vormittags

Nur die oberflächlichsten Eigenschaften dauern- des Menschen tieferes Wesen ist bald entlarvt.

(Oscar Wilde)

Natürlich entspricht Herr Bünzli gern der Norm, denn das ist sein Charakter:

er passt sich gern an. Er ist gern normgerecht.

Oberflächlich betrachtet ist das wohl jeder Deutsche. Pünktlich, spiessig, ja-sagend,

langweilig, laut, vordergründig, hausbacken, töricht, etc.

Aber oberflächlich betrachtet, fallen dem Besucher oder dem Fremden auch in der

Schweiz etliche Dinge auf, die nicht gerade für Tiefgängigkeit sprechen.

Folgendes Beispiel: oberflächlich betrachtet, scheint es Herrn Bünzli als sehr wohl

erzogen, als freundlich und zuvorkommend, dass jemand vorher in der Bahn fragt,

ob da frei sei, ehe er sich setzt, in der Praxis sieht das aber anders aus.

“Isch da frei?”, plumps, noch nicht einmal Luft geholt zum “Ja.”, da liess sich

der Neue im Abteil bereits in den Sitz fallen. Also warum fragen, wenn die Antwort

zum einen irrelevant ist und zum anderen das nur eine oberflächliche Floskel zu sein

scheint. Gestern sass Herr Bünzli wieder einmal im Zug auf dem Weg nach Hause,

als ihm ein netter Schweizer den Gefallen tat und ihm des Rätsels Lösung

präsentierte. Sonst bekam Herr Bünzli die grosse Frage immer erst zu spät mit, weil

er mit der Zeitung, meistens der Blick, wenn schon die Bild nicht zu greifen ist,

auf dem Schoss beschäftigt war, aber gestern sass Bünzli nur da und

schaute sich die Gegend an, als der Schweizer ankam, nicht mal in die Runde

blickte, sich bereits durch die Beine der anderen gedrängelt hatte, gegenüber von

Bünzli schon fast gesessen hat und noch schnell ein “Isch da frei?” raus presste.

Aha! Da war die Lösung. Von wegen Freundlichkeit und gute Erziehung.

Es ist eine oberflächliche Floskel, nicht mehr und nicht weniger.

Vielleicht gilt der Deutsche als stieselig, weil er nicht freundlich in die Runde fragt,

aber Bünzli spart sich lieber die Blamage eines eindeutig deutschen “Ist da frei?”,

zumal der Sitz meistens eindeutig frei – zumindest zu sein scheint.

Lieber unfreundlich, als oberflächlich, sagt sich Detlef und überlegt, ob er beim

nächsten “Isch da frei?” erwidern sollte: “Nein! Mein imaginärer kleiner, grüner

Freund sitzt da mit seiner Rakete unterm Arm und macht immer piep piep.”

Einen stressfreien und guten Tag wünscht Detlef Bünzli piep piep

 

Weiche von mir, (Sprichwort-)Teufel! August 28, 2009

Einsortiert unter: Kurze Anekdoten von Herrn Bünzli — Detlef Bünzli @ 8:58 vormittags
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Weiche von mir, (Sprichwort-)Teufel!

Herr Bünzli steht täglich an den Gleisen in Zürich und wartet auf den Zug, um

wieder nach Hause zu gelangen. Klingelt dann sein Natel, also dessen Handy,

überlegt er des öfteren nicht anzunehmen.

Sobald Detlef nämlich ein: Tagchen, Hi, Hallöchen oder Servus in die Ohrmuschel

flüstert, drehen sich wie angestochen sämtliche Schweizer in seiner näheren

Umgebung um und starren ihn an, als hätte er Pestbeulen und Fleckfieber.

Ebenso gut könnte Bünzli auf  der Bahnhofstrasse am hellerlichten Tage die

Cordhose runter lassen und einen dreissig Zentimeter grossen Kackhaufen auf den

Trottoir setzen. Das hätte den gleichen Effekt…

Voller Grausen starrten sie ihn an, sobald er sich als Deutscher entlarvte.

Nachdem Bünzli kaum mehr als ein Wort gesprochen hatte, war der Umgebung

klar:  “Aha, ein schiiss Dütscher!” Na klasse, darauf lässt sich was aufbauen…

Nun gut, nachdem nun langsam durchgesickert sein sollte, dass zwischen Mundart

und Hochdeutschem der ein oder andere Unterschied besteht, jeder Deutsche sofort

auffällt,  sobald er den Mund öffnet, kann nun Detlef Bünzli davon berichten, wie

sehr doch manchmal unabsichtlich die Barriere zuschlägt.

Bünzli kommt aus einem gutbürgerlichen Elternhaus, während manch anderes Kind

auf dem Feld spielte, wurde Bünzli mit Büchern und anderer pseudo-intellektueller

Nahrung bereichert. Natürlich ist es auch in Deutschland nicht gross anders, denn

dort gibt es genügend Sprichwortabstinenz, vorab und zwischendurch möchte Detlef

also darauf hinweisen, dass das selbstverständlich keine Pauschalisierung sein soll,

aber mit Sprichwörtern haben es die Schweizer nun mal nicht so.

Auch wenn der eine oder andere Schweizer im stillen Kämmerlein ohne Zeugen

zugibt, dass die Deutschen, u.a. nicht so beliebt sind, weil sie den Schweizern in der

Sprache und in der Anwendung von Fremdwörtern, Sprichwörtern, im gesamten

Volumen und Repertoire an Wörtern überlegen sind, bzw. zu sein scheinen,

doch hochoffiziell möchte das kein Schweizer zugeben, dass dem so ist.

Redewendungen wie:  “Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus”, “Morgenstund

hat Gold im Mund”, ”Aller Anfang ist schwer”,  “Bescheidenheit ist eine Zier, doch

weiter kommt man ohne ihr”, usw. sollte so manch einer kennen.

Bünzli ist davon ausgegangen, dass zumindest die typischen Kalauer bekannt sein

sollten. Denkste!

Eine schöne, laue Sommernacht, Bünzli sass mit guten Bekannten, nein, nicht der

Bratwurst und dem Dosenbier, sondern wirklich seinen schweizer Bekannten in der

Beiz bei einer Stange. Ganz nach dem Motto: Eis hämmer no immer gno, lief eins

ums andere die trockene Kehle hinunter. Als sich Bünzli dann gerecht der Bünzli-

Manier gegen 23Uhr verabschiedete, weil er morgen gegen 7Uhr aufstehen wolle,

um etliches zu erledigen, erntete er ungläubige Blicke.  Zum Samstag halb im

Dunkeln raus? Und dann kams:  “Na klar, der frühe Vogel fängt den Wurm!”

Sie starrten Detlef an, als… ja… nun… hmm… seufz.

Wieder könnte man nun auf Pest und Fleckfieber verweisen und ebenso auch auf den

kurzen, sehr treffenden Vergleich mit dem Kackhaufen in der Bahnhofstrasse, aber

lassen wir das. Kaum ein paar Wochen später hatte sich Bünzli wieder einmal nicht

im Griff. Inmitten einer fröhlichen Runde am Mittagstisch posaunte Detlef, sich

keiner Schuld bewusst, passend auf einen Lobgesang über den schönen Tag ein:

“Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!” raus, freute sich dabei wie ein

Schnitzel, dass nun endlich seine eigene Erziehung Früchte trage, um den anderen

zu zeigen, was er alles könne… Nein, natürlich nicht! Bünzli merkt nicht einmal,

dass er solche Sprichwörter verwendet, denn die sind bei ihm im täglichen

Sprachgebrauch enthalten. Er macht das nicht mit Absicht,

um dem Schweizer zu zeigen, was gutes Deutsch wäre, das könnte er wesentlich

leichter erreichen…

Aber natürlich erntete Detlef keinen Szenenapplaus für den tollen Spruch, nein, er

bekam zu hören, dass er doch endlich mal seine arroganten Sprüche sein lassen

solle! (Natürlich jetzt frei übersetzt, nicht in dem Wortlaut.)

Ohha, na prima. Sollte Bünzli jetzt darauf hinweisen, dass man solche Sprüchwörter

beherrschen sollte, wenn man behaupten möchte gutes Deutsch zu können oder,

dass man diese Sprüche durch vieles Lesen einfach unmerklich in sein Repertoire

aufnimmt? Aber eure Sache. Detlef kennt eben etliche Sprüche

und das ist auch gut so. Und irgendwie sollte es auch so sein, egal ob deutscher oder

schweizer Herkunft.

Doch Bünzli schwieg mal wieder und dachte nur grinsend bei sich:

“Jeder blamiert sich so gut er kann!”

Und da bekanntlich das Leben kein Wunschkonzert ist, nahm Detlef die

Begebenheit einfach hin und mit einem besonderen Schmunzeln wünscht Detlef

allen heute einen sonnigen Tag,

euer Herr Bünzli

P.S.: “Weiche von mir, (Sprichwort-) Teufel!, ist eine Anlehnung an das Sprichwort:

Weiche von mir, Satan!”

 

Herr Bünzli flippt aus… August 24, 2009

Einsortiert unter: Das tägliche Leben als Bünzli im Heidi-Land — Detlef Bünzli @ 7:17 vormittags
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Herr Bünzli flippt aus…

Ein Grillfest in der Schweiz.

Wie alle bereits feststellen konnten, ist Herr Bünzli ein ruhiger, beherrschter

Zeitgenosse. Es sieht regelmässig die Tagesschau, trinkt bei der Sportschau seine

Bierchen und liebt es seine Petunien auf dem Balkon zu hegen und zu

pflegen.  Er hat eine besondere Schwäche für die Gartenzwerge, die ihn an seine alte

Datsche erinnern und liebt es in Trainerhosen in die Volg einkaufen zu gehen…

Detlef war zum Grillieren eingeladen. Zum Sonntag. Nun gut, dachte er sich. Wird

sicherlich nicht zu spät. Liess also seine spiessbürgerlichen Ansichten über den

heiligen Sonntag und den folgenden Arbeitstag zu Hause, bereitete mit

Sorgfalt Nudelsalat, also Hörnlisalat, zu, wagte sich gar an die Backutensilien, um

noch ein Dessert in Kuchenform zu zaubern, schnappte sich für die hiesige

Frauenwelt einen seichten Perlensekt und fuhr etwas aufgeregt, aber doch

wohl gelaunt ins Schweizerische Klettgau. Bünzli stieg aus seinem Auto und wurde

sogleich von zehn Paar Augen gemustert und studiert. Detlef war wie immer

in solchen Momenten etwas verunsichert. Nicht wegen seiner Person, er sah gut

aus, hatte die Haare frisch frisiert, roch nach gutem Parfum, hatte sein bestes

kariertes Hemd, extra stark geplättet, angezogen…

Nun, nach etlichen Vorkommnissen in der Schweiz würde er sich lieber als

Schwuler oder “ähnlichem Fremden” outen, als ein Deutscher!

Also versuchte er besonders in grossen Runden seine wahre Identität zu

verschleiern. Nach etwa einer Stunde, nachdem Bünzli dauerlächelte, brav da sass,

an seinem Wasser nippte und so tat, als würde er jeden schweizerischen Satz mit

Genuss in sich aufsaugen, rutschte er beinahe erschrocken vom Stuhl, als man dann

auch endlich ihn ansprach. Woher er käme, war die Frage. Nein, warum fragen, wie

es ihm ginge, wie er heisse, nein, erst einmal das Fremde selektieren.

Wie gebannt starrten ihn nun wieder alle an.

Vorsichtig versuchte er zu erklären, dass er aus Sachsen-Anhalt, nein, nicht

Sachsen, kommt.

“Oh, aus der DDR.” -Ähm ja, aber das Land gibt es seit zwanzig Jahren nicht mehr.

“So, aus der DDR also.”

Ja, gut, also klar, es ist Ostdeutschland, aber die DDR gibt es nicht mehr.

Schweigen im Walde. Bünzli fragt sich in dem Moment, was hier eigentlich der

Schulstoff beinhaltet oder was die nun alle hier in dem Kreis für ein Bildungsniveau

hätten. Seine Gedanken wurden jäh zerrissen, als ein besonders Heller meinte, dass

man Detlef sehr schlecht verstehen würde und er immer erst im zweiten Anlauf

begreift, was Bünzli sagte. Aber nicht ganz so, wie die Ossis im

Fernsehen. Okayyyyyyyyyyyyyyyy… Na dann ists ja gut. Wuhääääääää?

Herr Bünzli legte seine Stirn in Falten und überlegte, ob er jetzt damit kontern sollte,

dass nicht alle Ostdeutschen einen derart bösen regionalen Einschlag in ihrer

Artikulation haben, wie die, die mittags bei den Talk-Shows auftreten und

Mandy, Sandy oder Ronny heissen, mit Kippe den ganzen Tag auf der Couch sitzen

und nichts tun. Detlef überlegte auch kurz, ob er den netten Herrn gegenüber darauf

hinweisen sollte, dass nicht er derjenige sei, den man schlecht verstünde, sondern

schliesslich hier die Mundart gesprochen wird. Eventuell könnte der junge Mann

mit gutem Willen etwas mehr Bücher auf Hochdeutsch lesen, dann würde er auch

die Sprache besser verstehen, aber Bünzli schwieg besonnen.

Detlef schüttelte innerlich unablässig den Kopf und überlegte eins ums andere nach

Hause zu fahren, aber die Blösse wollte er sich nicht geben. Der bereits erwähnte

besonders intelligente  Denker hatte sich anscheinend während der folgenden, sehr

ruhigen Stunde für Detlef etwas Neues ausgedacht.

“Wenn man im Zug durch die Zone (!) fährt, sieht man sofort, dass man in

Ostdeutschland ist.” Zone? Zoooone?

Detlef meinte, dass es nicht ganz so arg wäre, wie das der Spezie formulierte,

versuchte abzuwiegeln und schwieg wieder höflich. Erneuter Angriff: “Damals

wurden Milliarden (!) an Geldern nach Ostdeutschland geschickt und die Städte

wieder aufgebaut.” Milliarden? Wieder aufgebaut? Ach, war das so, ja? Sicherlich,

klingt in der Theorie alles schick.

Der hat wirklich das Wissen eines Yedi-Meisters und in einer ebenso unfreiwillig

komischen Satzbaustellung hat er Bünzli, dem Ossi, Licht ans Fahrrad gesteckt!

Danke für die Erleuchtung, Meister!

Ohne Sinn und Verstand, ohne je nur den Fuss in eine ostdeutsche Stadt gesetzt zu

haben, gab er nun allen seine Schlaubischlumpf- Kenntnisse preis. Schon bei dem

Wort “Ostdeutschland” schienen sich dem allwissenden Schweizer die Fussnägel

nach oben zu gräuseln, der blanke Ekel schauderte ihn offensichtlich und das

Entsetzen stand ihm augenscheinlich ins Gesicht geschrieben, dass er mit einem -

igittigitt- Ostdeutschen die Luft zum Leben teilen musste.

Herr Bünzli flippt aus... Halt doch endlich die Klappe! Und noch wesentlich

andere Dinge gingen Bünzli unablässig

durch den Kopf. Wohlerzogen und sicherlich auch einfach

nur höflich, hielt sich Detlef zurück.

Nachdem dieser XXX piepXXXX piep piiiiiiiiiiiiiiepXXX

auch noch allen erklärte, dass immer (!) ostdeutsche Schaffner im Turbo oder auf

den normalen Zügen seien und nie wüssten, was sie abzurechnen oder zu stempeln

haben, weil die Ostdeutschen ja keine Ahnung von Geographie hätten, besonders

nicht hier, überlegte sich Detlef kurz ihm einen abgeschlagenen Flaschenhals ins

Herz zu rammen.

Übrigens hat Bünzli während seiner drei Jahre regelmässigen Aufenthalts und seit

einem halben Jahr festen Wohnsitz in der Schweiz tatsächlich noch nie einen

ostdeutschen Schaffner im Zug getroffen!

Detlef entschied sich, nachdem er die lüsterne Idee mit der Flasche verwarf, jedoch

für ein paar lockere Bemerkungen: ob er so aggresiv sei, weil Mutti nicht pünktlich

das Essen gestern auf den Tisch stellte, oder, ob er an anderen Frustrationen und

Depressionen leide. Detlef fühlte sich wie Dr. Bruce Banner. Seine Halsschlagadern

pochten, die Hände zur Faust geballt, der Kiefer bebte, die Nackenhaare aufgestellt-

zum Kampf bereit mit hoch rotem Kopf. Beinah wäre der Hulk aus ihm gebrochen…

Wäre Bünzli eine Comic-Figur, hätte er im nächsten Bild einen pfeifenden

Wasserkessel als Kopf  und wieder im darauffolgenden Bild würde man ihn mit

einem explodierenden Kopf, als Sprechblase mit Blitzen und

“Wumms! Knall! Peng!” darstellen. Als Bünzli dann noch erzählte, nicht ihm,

sondern einer netten Tischnachbarin, die ein kleiner Bücherwurm zu sein schien,

dass er vor geraumer Zeit das Buch von Marco Leuenberger und Loretta

Seglias (die Herausgeber): “Versorgt und vergessen. Ehemalige Verdingkinder

erzählen.”,gelesen hatte, was ein tiefgängiges Werk ist, basiert auf

Faktensammlung und Zeitzeugenaussagen über einen traurigen Teil der Schweizer

Geschichte und von gegenüber zu hören war- deutlich zu hören- war: “Der liest?”

Da war es ganz aus… Wie eine schwarze Wand tat sich eine fassungslose Blockade

vor Detlef auf.

Er wusste nicht, ob er lachen oder weinen, schreien oder schweigen sollte.

Nur wenig später sah sich Detlef Bünzli in sein Auto steigen, schnappte sich vorher

seine Schüssel mit dem restlichen Hörnlisalat, die leere Kuchenbackform und fuhr

mit dem Wissen heim sicherlich das erste und das letzte Mal mit diesem

Menschen die gleiche Brise zum Leben geteilt zu haben.

Daher wünscht er allen einen luftigen Tag, frisch atmend und fröhlich gelaunt.

Euer Detlef Bünzli

 

Zum Thema: Ausländeranteile in der Schweiz August 21, 2009

Einsortiert unter: Das tägliche Leben als Bünzli im Heidi-Land — Detlef Bünzli @ 7:44 vormittags

Über 1,6 Millionen Ausländer in der Schweiz

Vor allem viele Zuzüger aus dem EU-Raum

17. Februar 2009, 19:01, NZZ Online

Die ausländische Wohnbevölkerung in der Schweiz ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Ende 2008 stieg die Zahl auf über 1,6 Millionen, wie das Bundesamt für Migration (BfM) am Dienstag mitteilte. Zugenommen hat vor allem die Zahl der Ausländer aus dem EU-Raum.

(ap) Ende 2008 lebten 1 638 949 Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz und damit 4,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei der Zusammensetzung der ausländischen Wohnbevölkerung wirkt sich das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU aus, wie das BfM schreibt. So nahm die ausländische Wohnbevölkerung aus dem EU/Efta-Raum mit 6,8 Prozent deutlich stärker zu als aus Drittstaaten und stieg auf 1 026 495.

Innerhalb der EU-Länder war die Zuwachsrate bei den zehn neuen vorwiegend osteuropäischen Mitgliedstaaten seit Mai 2004 mit 16,7 Prozent am höchsten. In absoluten Zahlen bedeutete dies eine Zunahme um knapp 4000. Bei den Staatsangehörigen, die nicht aus dem EU/Efta-Raum stammen, blieb die Zahl mit plus 0,4 Prozent fast auf Vorjahresniveau.

Diese Entwicklung entspreche der Zuwanderungspolitik des Bundesrats und dem Zulassungssystem im neuen Ausländergesetz, wonach aus Nicht-EU-Staaten nur noch besonders qualifizierte Erwerbstätige rekrutiert werden können, schreibt das BfM. Mit 44,6 Prozent war die nicht kontingentierte Erwerbstätigkeit der häufigste Einwanderungsgrund vor dem Familiennachzug mit 31,1 Prozent.

Deutsche an der Spitze

In absoluten Zahlen haben die Deutschen am stärksten zugelegt. Deren Gruppe wuchs um 31 463 Personen. Dahinter folgen Portugal mit einer Zunahme von 13 844, Frankreich mit 8163, Grossbritannien mit 3213 und Polen mit 1608. Rückläufig war demgegenüber die Bevölkerungszahl der Serben, die um fast 7400 zurückging, und in deutlich geringerem Ausmass auch die der Staatsangehörigen aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Sri Lanka und der Türkei.

Am meisten Italiener

Die grösste Ausländergemeinde sind in der Schweiz mit gut 290 000 Menschen nach wie vor die Italiener. Auf den nächsten Plätzen folgen die Deutschen, die Portugiesen und die Serben. Diese vier Gruppen stellen zusammen rund 55 Prozent der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung. Zwischen je rund 60 000 und 85 000 Personen stammen aus Frankreich der Türkei, Spanien und Mazedonien.

Einbürgerungen auf etwa gleichem Niveau

Bei den Einbürgerungen steht Serbien in der Länderrangliste klar an der Spitze. Der Wert lag mit 10 239 leicht unter dem Vorjahr. Aus Italien wurden gut 5000 Menschen eingebürgert und aus Deutschland gut 3000. Insgesamt lag die Zahl der Einbürgerungen 2008 bei 45 287, verglichen mit 45 042 im Vorjahr. Rund 9500 davon waren erleichterte Einbürgerungen.

An dieser Stelle möchte Herr Bünzli auf die Leser-Kommentare verweisen, die deutlich aufzeigen, dass keinesfalls

jeder Schweizer diese Denkweise hat- glücklicherweise!

Dazu besuchen Sie gern die Seite:

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/schweiz_auslaender_zahl_zunahme_1.2026836.html


Grüsse, Detlef Bünzli

 

3+ hat wieder zugeschlagen! August 21, 2009

Einsortiert unter: Das tägliche Leben als Bünzli im Heidi-Land — Detlef Bünzli @ 7:36 vormittags
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  • Sommerloch-Thema: Die nervigsten Deutschen

Der schweizer Sender 3+ hat wieder zugeschlagen!

Herr Bünzli hat bereits vorgestern freudestrahlend im Fernsehprogamm entdeckt,

dass ein paar schweizer Regisseure keinen anderen Sommerloch- Sendeinhalt

finden, als die ach-so-verhassten Deutschen.

Ja, ja, so ist das eben, während die Deutschen hier kaum noch Interesse an ihrer

(Achtung gewagtes Wort!) Diskriminierung hegen und sich damit abfinden, weil sie

eben zu dieser Zeit die erste Generation an Deutschen sind, die gestaffelt hier ihre

Existenz aufbauen, greifen die schweizer Medien die Thematik unablässig und

nervtötend immer wieder auf.

Das Schicksal traf einst Italiener mit dem Tschingge als Schimpfwort, die heute

noch gern verrissenen Jugos, (ehemals) Jugoslawen, und etliche mehr.

Dazu aus der Blick vom 27.09.2006:

Italiener waren die Kosovaren

Feindbilder ändern sich. Bestes Beispiel: die Italiener.

1969 befragten Forscher eine repräsentative Auswahl von Zürcher Männern:

«Können Sie es sich vorstellen, dass ihre Tochter einen Italiener heiratet?» 98

Prozent sagten: «Nein!» 30 Jahre später wiederholten die Wissenschaftler dieselbe

Befragung. Gegen einen Italiener als Schwiegersohn hatte niemand mehr etwas.

Aber 98 Prozent meinten, eine Heirat mit einem Kosovo-Albaner sei absolut

ausgeschlossen.

Mal sehen, wann die Deutschen dann nicht mehr geheiratet werden sollten… Wir

dürfen gespannt sein. Aber zurück zum Thema. Herr Bünzli hat sich also gestern

Abend nicht die laufende Leichtathletik WM angesehen, nein,

warum auch, getreu dem schweizer Motto: alle dürfen gewinnen, hauptsache kein

Deutscher! Daher auch das Desinteresse. Obwohl dem Deutschen an sich eine

unverständliche Sportfreude, allerdings nur als Couch-Potato, voraus

eilt, schnappte sich Detlef freudig sein Dosenbier, die Tüte Salzstangen auf dem

Schoss, vom Abendbrot- den extra fettigen Bratkartoffeln mit Schinkenspeck noch

gallig aufstossend, fläzte sich Detlef in seinen abgewetzten Ohrensessel

Farbe Brennesselgrün und schaltete hochgradig aufgeregt das spannende Programm

von 3+ ein. Jetzt würde es losgehen, endlich bekommen die nervigen Deutschen mal

wieder eins auf die Mütze!

Deltef Bünzli überlegte kurz, warum eigentlich beim schweizer Fernsehformat eine

Sendung gezeigt wird, die  diesen Titel trägt, schliesslich regen sie sich immer auf,

dass es so viele Deutsche gäbe, die Sau-Schwaben sich immer in den

Vordergrund drängeln würden… So, so, aha, ja klar. Also Herr Bünzli war kurz

irritiert, denn die Deutschen haben sicherlich keine Pedition gestartet, damit das

Format gesendet wird. Aber das nur eine kurze Überlegung am Rande.

Also wen haben wir so alles dabei… Michael Schumacher, kann Bünzli persönlich

nachvollziehen, obwohl es ja schon deutlich besser geworden ist mit dem Hype um

König Drosselbart, vermutlich weil er jetzt in der Schweiz lebt, freut sich

Detlef Bünzli Händereibend. Der deutsche Papst, Joseph Alois Ratzinger, hier im

Ranking nur Platz 9, aber immerhin in der römisch-katholischen Kirche Platz 1,

zumindest auf Erden- ganz rational betrachtet. Thomas Gottschalk und Jürgen

Drews folgen, eine der Super-Nasen, nun gut, ihn mag nicht jeder, Drews mit seiner

Milch-spritzenden Ramona gehört schon eher in die Liste, aber solange hirnlose,

besoffene Steves und Ronnys noch johlend diesem Freak zu jubeln, wird

der weiterhin sein Unheil treiben, aber zum Glück ja nur auf Mallorca, schade für

das 17. Bundesland. So bleibt die Hoffnung, dass ihn irgendwann zu viel Hitze

dahin rafft und er nicht mehr zum Mikro greift.  Kaum zu begreifen, dass

er einst Medizin begann zu studieren. Bünzli überlegt gerade, ob er nicht auch sein

bisheriges Spiessbürgerdasein an den Nagel hängen sollte, um Malle zu erobern.

Nein, dazu ist Detlef wohl zu langweilig.

Nun kommen wir zu dem Stereodeutschen schlechthin, richtig, mein

Namensgefährte Detelf.

Zitat 3+ online:

Detlef D! Soost

Wer hatte kein Mitleid mit den „Popstars“ – Kandidaten, als diese von D! zu

schweisstreibenden Tanzeinlagen „gezwungen“ wurden? Detlef selber sicher nicht.

Der Tänzer und Choreograf ist mittlerweile ein gefragter Tanzlehrer in ganz

Deutschland. Er ist Geschäftsführer des Tanzschulen-Networks „D!‘s Dance Club“

und betreibt die Tanzschule „D!‘s Dance School“ in Berlin-Mitte. Nebst seiner

Tätigkeit als Tränen vergiessendes Jury-Mitglied bei „Popstars“ und dem hiesigen

Format „MusicStar“ moderiert er auf VIVA jährlich die Sendung „DanceStar“.

Dabei bleibt Bünzli nur ein müdes Lächeln, tja, selbst schuld, wenn keine eigenen

Leute im Lande sind, die MusicStar

moderieren, dann seid doch froh, dass unser, mein Namensgefährte, Detlef diese

harte Arbeit übernimmt.

Wahrscheinlich unterbezahlt mit unzumutbaren Setverhältnissen. Nervige, schräge

Vögel, unansehliche Bauernbuben, zu viel Schokolade und Käse und obendrei noch

Gölä, der für jeden Normaldenkenden eine blanke Zumutung sein

müsste. Aber gut, was tut man nicht alles für Geld.

Nun die folgende Platzierung:

Dieter Bohlen

Dieter Bohlen

“Für DEN Vortrag kriegst du höchstens 1 Cent von mir. Aber dann will ich noch Wechselgeld zurück“. Mit solchen und anderen Aussagen macht sich Dieter Bohlen in der deutschen Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ zur Zeit zum Sprücheklopfer der Nation. Der Pop-Titan ist erfolgreicher Produzent etlicher Künstler und hat mit seinen Projekten bis anhin an die 160 Millionen Platten verkauft. Ebenfalls gut in Erinnerung sind uns seine Gesangseinlagen beim Duo Modern Talking, mit welchem er nicht nur die europäischen sondern auch die amerikanischen und asiatischen Hitparaden stürmte.

2

Heidi Klum

Heidi Klum

Das deutsch-US-amerikanische Model und Moderatorin – DIE Vermarktungskanone. Von vielen geliebt, von vielen gehasst. Ihre Erfahrungen als Model gibt sie in der deutschen Sendung „Germany’s Next Topmodel“ an angehende Mannequins weiter, indem Sie ihnen neben ihrer Moderationstätigkeit mit den unmöglichsten Aufgaben das Leben schwermacht. Neben einigen Kurzauftritten in TV-Serien und Filmen gibt sie in Werbespotts etlichen Produkten ein Gesicht. Ein für Hamburger werbendes Model? Naja, nicht gerade „Miss Perfect“ like.

3

Boris Becker

Boris Becker

„Bin ich schon drin?“, fragte uns Boris „Bobele“ Becker in einem TV-Spot für den Internetanbieter AOL. Wo er seine Finger überall mit im Spiel hat, seit er seine Tennis-Karriere an den Nagel gehängt hat, weiss das breite Publikum nicht so genau. Tennis-Experte und Kommentator bei BBC, Kolumnist, Autor um nur einige seiner Tätigkeiten aufzuzählen. Nebenbei „informiert“ er uns immer gern über seine privaten Geschichtchen. Was mit Ex-Frau Barbara Becker begonnen hat, hört nun mit Lilly Kerssenberg auf – hoffentlich!

4

Verona Pooth

Verona Pooth

Untätig ist sie definitiv nicht – die Verona Feldbusch. Entschuldigung, Pooth natürlich. Die gebürtige Bolivierin und Ex-Frau von Dieter Bohlen hat sich bereits in vielen Bereichen versucht, in den einen erfolgreicher, in den anderen weniger. Von Miss Germany über Miss Intercontinental bis zur Miss American Dream hat es die Verona geschafft. Ihre Fähigkeiten als Moderatorin hat sie bei der Fernseh-Erotikshow „Peep!“ unter Beweis gestellt. Man kann sich Verona und ihre nervtötende Stimme aus der TV-Welt gar nicht mehr wegdenken und doch ist es mittlerweile ruhiger um Sie geworden. Entertainerin, Unternehmerin und Familienfrau – in einem Wort Verona Pooth – und wo wird uns hier geholfen?

5

Das kann der Herr Bünzli sehr gut nachvollziehen, diese Herrschaften machen

jedem Deutschen die Lust grösser das Land zu verlassen. Wenn alle so wären- Gott

erbarme! Also ging Detelf mit riesiger Vorfreude in die Schweiz, um genau

solche Pappnasen nicht mehr ertragen zu müssen und dann kommen die hier fast

täglich in den schweizer Medien!

Ist das der schweizer Kampf, um uns wieder aus dem Land zu vergraulen?

Und nun kommts:

Platz 1 geht an… *Trommelwirbel*

Platz 1

Platz 1

Wer sich nun ertappt fühlt und denkt: häääääää? Wer isn das?

Kenn ich nich…

Hoppla, erwischt?

Also wer das denkt, der ist entweder ein politischer Blindgänger

oder war noch nie in der Schweiz.

Denn hier ist unser Peer Steinbrück ein echter Star!

Zitat 3+ online vom 21.8.2009:

Wer die Schweizer als „nervöse Indianer im Steuerreservat“ bezeichnet, muss nicht
meinen, sich in der Eidgenossenschaft Freunde zu schaffen. Doch Herr Steinbrück
ist es sich gewohnt, ab und an anzuecken. Was liquide Mittel angeht, hat er sich ja
auch bereits Einiges geleistet. Der seit 2005 amtierende Bundesminister der
Finanzen geriet 2003 in die Kritik, als er Sitzungen des Kreditausschusses fernblieb,
dem er als Ministerpräsident angehört. Schlimm wäre dies an sich ja nicht, wenn er
auf seine Bezüge verzichtet hätte. Wir wollen mal nicht kleinlich sein, Herr
stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender.
So, nun stellt sich doch Herrn Bünzli eine weitere Frage: warum ist unser Peer fast
jeden Tag in den schweizer Medien, wenn er doch so verhasst ist?
Detlef bleibt eigentlich nur eine Antwort: es ist einfacher mit dem Finger auf andere
zu zeigen, als sich mit seinen eigenen Leutchen und dazu gehörigen Problemchen
auseinander zu setzen. Bünzlis Liste der nervien Deutschen hätte übrigens
anders ausgesehen, aber das ist ja eine andere Geschichte. Nach der Sendung hat
sich Detlef noch 2 oder auch 3 weitere Biere aus dem Kühlschrank geholt und ist
dann in Unterhemd und getreifter Schlafanzugshose mit den karierten
Finken an den Füssen in seinem miefigen Sessel eingedöst- bei der Sportshow
allerdings.
In dem Sinne: Sport frei!
Detlef

 

Zum Thema: Schweizer Gründlichkeit August 19, 2009

Einsortiert unter: Kurze Anekdoten von Herrn Bünzli — Detlef Bünzli @ 7:10 vormittags
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Schweizer Gründlichkeit

Schweizer sind von Natur aus sehr gründlich. Nicht nur, im wahrsten Sinne des

Wortes, an ihrem Wasch- und Putzfimmel erkennbar, geschweige denn an ihrem

Äusseren, worauf  sie besonderen Wert legen, eventuell um das eine oder

andere Manko zu vertuschen, aber das ist ein anderes Kapitel…

Zurück zur Gründlichkeit: alles wird, siehe dem Bild links vom

Text, in einer unglaublichen Akribie ausgeschildert, angezeigt und

ausgeführt! Herr Bünzli vermutet dahinter die Ruhe, des Schweizers an

sich. Bereits im Verkehrsamt scheint der Schweizer im Allgemeinen da zu sitzen,

sein Gipfeli mit Ovo zu geniessen und sich dann mal in Ruhe zu überlegen, was

denn heute so alles erledigt, oder eher besser, getan werden könnte. Natürlich nicht

von 12 bis 14Uhr, denn da ist meistens “Siesta Svizzera” angesagt.

Diese Gründlichkeit durch kreuzt doch immer wieder Bünzlis Weg. Auf dem

Migrationsamt, bei der Krankenversicherung, am Arbeitsplatz, in der Freizeit eh und

nun auch noch von einem Bekannten des Herrn Bünzli bestätigt. Detlef Bünzli hat,

wie die Vorurteile es auch gern mal unterstreichen, hier und da den einen

oder anderen Landsmann als Bekannten. Nein, nicht um die Schweiz von innen

raus zu demolieren und demoralisieren, sondern weil es nun mal so ist: ein

Deutscher findet den anderen Deutschen- glasklar basiert auf Fakten, schweizer

Fakten. Detlef möchte euch nun eine kurze Geschichte von Herrn Jens-Uwe

Schwabe berichten. Jens-Uwe Schwabe heisst natürlich jeder dritte Deutsche,

denn prinzipiell sind ja auch alle Deutschen Schwaben, egal, ob sie plattdeutsch

oder sächsisch plappern. Es war ein schöner Tag, als Jens-Uwe den Zoll passierte.

Sein Auto war vollgepfropft mit Umzugsgut. Er hatte absichtlich nur den PKW

genommen, seine alten Möbel verkauft, um den Neuanfang hier richtig auskosten zu

können, besonders in den preisgünstigen schweizer Möbelhäusern, man gönnt der

Wirtschaft ja sonst nichts.

Nach acht Stunden Fahrt und einem ätzenden Stau, wie immer bei Stuttgart, bog

Jens-Uwe in die Strasse seiner neuen Bleibe ein. Jens-Uwe war glücklich. Der junge

Herr Schwabe war nun angekommen, nahm den Schlüssel entgegen und wollte sich

daran machen sein Auto auszuladen. Doch dann geschah es: ein alter schweizer

Herr mit deutlich zu viel Langeweile und guter schweizer Gründlichkeit kam

meckernd und zeternd auf ihn zugestürmt. Jens-Uwe war völlig perplex und

konnte kein Wort verstehen. Der überforderte Schwabe machte ihn darauf

aufmerksam, dass er Deutscher sei und nur schlecht verstünde, was er, der alte

schimpfende Haudegen, von sich gab! Kurz von seinem Redefluss gebremst, starrte

der Herr auf Jens-Uwes Kennzeichen, dann gings weiter.

Mit vielem guten Willen versuchte Herr Schwabe zu verstehen… Aha… ähem… ach

so… ja… äääähhhh… Äxgüsi!

Nun also folgende Problematik: Jens-Uwe Schwabe war noch nie zuvor dort, nur

kurz zum Bewerbungsgespräch und um die Wohnung zu besichtigen. Jedoch hätte er

sich einen Anwohnerausweis zum Parkieren für seinen PKW bestellen müssen.

Das hätte ihn nur ein paar Franken gekostet und zwei, drei Wochen gedauert. Weiss

doch jedes Kind! Was er natürlich aus Böswillen nicht tat. Abgesehen davon waren

die Parkplätze allesamt belegt, also wagte es Jens-Uwe mit seiner

deutschen Verfrorenheit das Auto auf einem Besucherparkplatz abzustellen! Das

geht doch nicht! Eine Dreistigkeit! Unmöglich, immer diese Deutschen. Natürlich.

Jens-Uwe versuchte dem gackernden Alten zu erklären, dass ihm garmnichts

anderes übrig blieb, als dort zu parken, um sein Auto zu entladen, denn er läuft

garantiert nicht drei Blöcke weit, um der schweizer Gründlichkeit nachzukommen,

indem er ordnungsgemäss parkiert. Der alte Herr drohte mit Polizei und

Abschleppwagen. Nachdem er Jens-Uwe während des ganzen Ausräumens

bösartig belegte und ihn immer wieder auf die rechte Bahn des Lebens und des

Gesetzes lenken wollte, hatte Jens-Uwe kaum noch Nerven.

Sein Abschiedsgruss an den Herrn lautete: “Bitte tun Sie sich keinen Zwang, rufen

Sie die Polizei, und Sie können Sie auch gleich für morgen bestellen und

übermorgen, denn auch dann werde ich dort parken!”

Heute wohnte Jens-Uwe noch immer dort, mit Anwohnerausweis

zum Parkieren, grüsst den alten Herrn jeden Tag aufs Freundlichste, wenn der mit

seinem scheppernd lauten Radio von früh bis spät- übrigens gegen das Gesetz-

die ganze Wohnanlage mit seiner Volksmusik gruusig quält!

An dieser Stelle ein freundlichstes Grüezi von Jens-Uwe Schwabe und mir,

Detlef Bünzli

 

Eine kurze Geschichte aus den letzten Wochen des Herrn B. August 17, 2009

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So viel zum Thema: Schengenzone

So viel zum Thema: Schengenzone

EU nimmt Schweiz in Schengenzone auf

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Reisen über die Schweizer Grenze werden einfacher. Die Innenminister der 27 EU-Staaten beschlossen am Donnerstag in Brüssel offiziell, die Schweiz in die Schengenzone aufzunehmen.

Als Folge werden die systematischen Personenkontrollen an den Grenzen zwischen der Alpenrepublik und den Nachbarländern Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich am 12. Dezember eingestellt.

Nach schweizerischen Regierungsangaben überqueren täglich 700 000 Menschen, 300 000 Personenwagen und 20 000 Lastwagen die Grenzen des Landes. Der Warenverkehr soll auch weiterhin kontrolliert werden, weil die Schweiz nicht dem europäischen Binnenmarkt angehört. Die Reisenden, deren Identität bisher zumindest theoretisch überprüft wurde, können sich jedoch auf Erleichterungen einstellen.

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Die Kontrollen im Luftverkehr zwischen den Schengenstaaten und der Schweiz sollen mit der Umstellung des Flugplans am 28. März 2009 fallen. Tags darauf wolle die Schweiz ihren Beitritt groß feiern, kündigten ihre Vertreter in Brüssel an. «Die Vorteile sind so schön», sagte Tschechiens Innenminister Ivan Langer, dessen Mitbürger seit knapp einem Jahr die Reisefreiheit der Schengenzone genießen.

Im Dezember 2007 waren neun neue EU-Staaten der Schengenzone beigetreten, nachdem sie ihren Grenzschutz nach europäischen Normen ausgebaut und sich an das Schengen Informations-System (SIS) angeschlossen hatten. Der Schengenzone gehören seither 22 EU-Staaten sowie Norwegen und Island an. Die EU-Mitglieder Großbritannien, Irland, Rumänien, Bulgarien und Zypern sind bisher nicht dabei.

Die EU will das SIS-Computernetz ausbauen, um auch biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder digitalisierte Passfotos vergleichen zu können. «Schengen ist ein Erfolg, aber wir brauchen auch alle Instrumente dafür», sagte EU-Justizkommissar Jacques Barrot. Das erweiterte System «SIS II wird umso wünschenswerter, als nun die Schweiz zum Schengenraum dazukommt».

Noch nicht dabei ist der Zwergstaat Liechtenstein zwischen der Schweiz und Österreich. Deshalb wird die Schweiz die Straßen in das Fürstentum nach Diplomatenangaben mit Videokameras überwachen und Reisende im Grenzgebiet stichprobenartig überprüfen. Über ungelöste Probleme zwischen EU-Staaten wie Deutschland und der Steueroase Liechtenstein sollen die Finanzminister weiter beraten.

Das ist am: 27.11.2008 16:59 Uhr im Internet auf der Seite von N24 veröffentlicht worden.

Nun folgende Geschichte dazu…


Herr Bünzli sass bequem in seinem Auto und fuhr nichts Böses ahnend an die

schweizer Landesgrenze heran. Herr Bünzli erledigt gern liegengebliebene Dinge

am Samstagvormittag, denn dann ist es zu heiss, um im Garten zu arbeiten, wie es

sich eben für den typischen Deutschen so gehört. Detlef wollte einen Brief zur

deutschen Post bringen, die ihn keine fünfzehn Minuten Weg kosten würden, er aber

sicher gehen kann, dass dieser Brief zum einen ankommt oder nicht erst zwei

Wochen später. Das ist nämlich gern so in der Schweiz, da hat die Schneckenpost,

oder wie hier genannt: Schnäggepost, sehr wohl noch Bedeutung. Für grobe 800km

braucht da gern mal ein Brief, sogar mit ”A-Post”, also Prioritätspost, geschickt,

knappe drei Wochen, um dann endlich im deutschen Briefkasten zu landen.

Jede flügellahme Brieftaube wäre eher da gewesen, aber das nur nebenbei.

Daher nimmt Herr Bünzli die Fahrt gern auf sich und kauft nebenbei beim billigen

Fleischer im Billigkonsum, den jeder Deutsche kennt, in Masse Fleisch und Bier ein,

denn so sind wir Deutschen ja! Versteht sich von selbst.

Herr Bünzli fährt langsam, bereits mit heruntergelassener Fensterscheibe,

gedämpfter Radiomusik, einem offensichtlich leerem Auto an die Landesgrenze

heran. Und natürlich- trotz des schweizer Kennzeichens- durfte Herr Bünzli erst mal

schön in praller vormittäglicher Sonne sein Auto an die Seite fahren. Natürlich, kein

Problem. Wir haben ja Zeit.

Die sollte man auch bei den schweizer Grenzmännern mitbringen, denn auf ihre

letzten Arbeitstage sind diese noch mal richtig gründlich. Fahrzeugpapiere und ID.

Und wenn er es bis dato noch nicht an Detlefs holprigen Schweizerdeutsch

bemerkt haben sollte, dann auf jeden Fall bei der IDK (Identitäskarte). Das war

nämlich der deutsche Ausweis und als wären wir bei  “Uuuuupps, die Pannenshow”

dachte sich der Grenzer: “Verdammi nomol, a Düütscher…” und schwupps

sind wir gleich nicht mehr am Lachen. Und jetzt gings ordentlich los: warum,

weshalb, wieso über die Grenze? Ähem, die Storry mit der Schnäggepost behielt

Detlef lieber für sich. Einen eventuellen Stopp beim preiswerten Einkaufsmarkt auch.

Wieso haben Sie keinen schweizer Ausweis oder was tun Sie hier?

Detelf ganz schüchtern: “Ich lebe hier. Dort im Nachbarort, die und die Strasse.”

Warum leben Sie dort und warum haben Sie keinen schweizer Ausweis?

“Doch, doch.”, stotterte Bünzli schüchtern, “ich bin seit gut einem halben Jahr

gemeldet, aber das Verfahren ist noch beim Migrationsamt in Bearbeitung.”

Bünzli war stolz auf seine brave Ausführung und dachte nun könne er weiter fahren:

neiiiiiii und nöd!

Der freundliche Herr im blauen Anzug: “Und warum haben Sie keinen schweizer

Ausweis?” In dem Moment fing Bünzli an die Kameras zu suchen, denn

offensichtlich konnte er nur in die Komedie-Falle geraten sein… Räusper. Lufthol.

“Also, ja ich habe keinen Ausweis, weil das Verfahren für die

Aufenthaltsbewilligung noch in Bearbeitung ist.”

Und jetzt kommst: “Ja, aber haben Sie sich nicht rechtzeitig bei uns gemeldet?”

Das war der Zeitpunkt, wo Bünzli daran dachte, den Motor anzustellen und ins

Geräteschuppengrosse Grenzhäuschen zu rauschen… Räusper. Lufthol.

“Doch, doch, wie ich bereits sagte, habe ich mich vor fast einem halben Jahr

gemeldet, gleich in der Woche, als ich her gezogen bin.”

Daraufhin verschwand der nette Onkel Grenzer für sensationelle zwanzig Minuten

von Bünzlis Lebens, die Detlef immerhin nicht vom Kanton Schaffhausen bezahlt

und obendrein noch Vergünstigungen, wie Lunch-Checks, o.ä. bekommt.

Irgendwann kam er wieder, Herr Bünzli hatte sich bereits halb dehydriert den

Autositz weiter nach hinten gestellt und dort auf einen längeren Aufenthalt

eingerichtet.

Grosszügig gab der Grenzer die Autopapiere plus Ausweise zurück, ermahnte

Detlef der Meldefrist für Zugezogene und wünschte mit sich und der Welt

zufrieden einen schönen Tag!

Zähneknirschend und Schweiss gebadet, fuhr Detlef vom Parkplatz ab. Bünzli hielt

an der Post, kutschierte weiter zum preisgünstigen Discounter, kaufte aus Rache

zwei Flaschen extra billigen Rotweins und einer Flasche Korn, denn das trinken die

Deutschen ja nebst Bier am meisten und raste unerlaubterweise mit weit mehr als

80km/h über die “grüne Grenze”, öffnete grinsend daheim seinen Schnaps und

natürlich: markierte sich einen Termin beim Migrationsamt!

Zum Schluss stellt sich doch die Frage, ob man nicht die Schengenzone oder

Schengengrenze in “Schneckengrenze” umbenennen sollte… Macht ja immerhin

auch Sinn, wenn es schon die Schneckenpost gibt.

Die liebsten Grüsse,

Detlef Bünzli



 

Bünzlis Lieblingszeitungsartikel August 15, 2009

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Würde Herr Bünzli manchmal gern verteilen...

Würde Herr Bünzli manchmal gern verteilen...

Folgender Artikel ist vom 03.10.2008 (aus der Blick):

ZÜRICH – Die AHV profitiert von gutverdienenden Einwanderern aus unserem nördlichen Nachbarland. Doch viele Schweizer haben Angst, dass ihnen Deutsche die Karriere vermiesen.

Die Schweiz erlebt eine neue Art der Zuwanderung, jene der Hochqualifizierten. Mittlerweile besitzen 58 Prozent der Immigranten einen Hochschulabschluss. Und 60 Prozent der Führungskräfte von börsenkotierten Schweizer Firmen stammen aus dem Ausland.

Dies geht aus dem heute veröffentlichten Buch «Die neue Zuwanderung – Die Schweiz zwischen Brain Gain und Überfremdungsangst» von Avenir Suisse hervor.

Im Jahr 2007 sind fast 40´000 Personen aus beruflichen Gründen in die Schweiz eingewandert. Sie stammen hauptsächlich aus West- und Nordeuropa, in erster Linie aus Deutschland sowie weiteren Nachbarländern der Schweiz. Im Jahr 2000 waren es erst rund 22´000.

Wie Avenir Suisse schreibt, werden heute 27 Prozent aller in der Schweiz geleisteten Arbeitsstunden von Ausländerinnen und Ausländern erbracht. In vielen Schlüsselpositionen sei dieser Anteil noch deutlich höher.

AHV profitiert von deutschen Zuwanderern

Für Yves Rossier, den Chef der Schweizer Sozialversicherungen, sind die neuen, gut qualifizierten Einwanderer «ein Segen», wie er gegenüber der «NZZ am Sonntag» betonte. Denn die zugezogenen EU-Bürger zahlen mit ihren hohen Löhnen mehr in die AHV ein, als sie beziehen: Während sie insgesamt für rund 19 Prozent der Beiträge an AHV und IV aufkommen, ist ihr Anteil an den Renten, welche die Sozialversicherungen auszahlen, deutlich geringer: 15 Prozent.

Schweizer haben Angst vor Statusverlust

Im Gegensatz zu bisher zugewanderten Ausländern, die meist einen niedrigen sozialen Status hatten, begegnen die neuen Zuwanderer den Schweizern auf Augenhöhe. Wie Soziologe Kurt Imhof schreibt, wird der Schweizer Mittelstand damit zum ersten Mal mit Konkurrenz konfrontiert.

Verlust- und Statusängste seien die Folge. Sichtbar würden diese in Form der «Deutschen-Debatte». Der Berner Wirtschaftsprofessor Reto Föllmi schreibt in seinem Kapitel allerdings, dass diese Ängste weitgehend unbegründet seien und die neue Zuwanderung überwiegend Gewinner produziere.

Höhere Immobilienpreise in Ballungszentren

Die Immobilienpreise in den Regionen Genf und Zürich sind seit 2000 um rund 20 Prozent gestiegen. Laut Föllmi sind diese Preissteigerungen zumindest teilweise auf die neue Zuwanderung zurückzuführen. Dies berge politischen Sprengstoff und sei Nährboden für soziale Spannungen. (SDA/noo)

Und Nummer 2, auch wieder aus Blick, vom 15.10.2007(!):


ZÜRICH – Die Deutschen sind da! Und sie sind überall: in Chefetagen, beim Bund, in Krankenhäusern, Universitäten, auf Baustellen. Letztes Jahr kamen 24700 Deutsche in die Schweiz – 21 Prozent mehr als 2005. Heute leben mehr als 170´000 Deutsche hier. Und Experten sind sicher: Es kommen noch mehr Deutsche zu uns. Deshalb fragt BLICK: Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz? Müssen wir uns gegen sie wehren? Oder tun sie der Schweiz gut? Im ersten Teil der BLICK-Serie kommen Schweizer zu Wort. Und sagen frisch von der Leber weg, was sie von den Einwanderern aus dem Norden halten.

Severine Saladin (24), Visagistin aus Olten SO.

«Ich habe bisher vorwiegend schlechte Erfahrungen gemacht mit Deutschen. Sie kamen mir meistens unfreundlich vor und zeigten sich auch nicht gerade hilfsbereit. Ich will nicht verallgemeinern: Aber die meisten kommen doch nur in die Schweiz, um grosses Geld zu verdienen! Und dann gehen sie irgendwann zurück nach Deutschland und leben dort wie die Fürsten.»

Bruno Schurtenberger (40), Geschäftsführer aus Staufen AG.

«Ich verstehe die Angst vieler Schweizer um ihren Job, weil Deutsche viel billiger arbeiten. Allein im Pflegebereich gibt es ja teilweise nur noch Deutsche. Privat sind die Deutschen eigentlich schon sympathisch – solange man mit ihnen alleine ist. Wie ich es erlebe, werden sie zum Teil unangenehm, sobald sie in der Gruppe auftauchen. Ich selber habe natürlich auch schon über Deutsche gelästert. Sie sollten einfach etwas lockerer werden und etwas mehr eine südländische Einstellung zum Leben haben. Dies gilt allerdings auch für uns Schweizer!»

Regula Sutter (20), Malerin aus Benglen ZH.

«In meinem beruflichen Umfeld gibt es immer mehr Deutsche. Ich kann mich kaum noch mit jemandem auf Schweizerdeutsch unterhalten. Und wenn ich mich dann weigere, Hochdeutsch zu sprechen, heisst es gleich, wir Schweizer seien Rassisten. Einem meiner Kollegen sagte man beim Bewerbungsgespräch in einem Temporärbüro, ein Deutscher würde den Job für 20 Franken pro Stunde machen. Mein Kollege müsse diesen Lohn akzeptieren, wenn er den Job wolle. Die Deutschen kommen also als Billigarbeitskräfte in die Schweiz und ruinieren unseren Arbeitsmarkt.»

Kommentar: Reizthema Deutsche offen angehen

Die Aufregung ist gross, bevor die BLICK-Serie überhaupt begonnen hat. Aufgeschreckt durch den Werbespot «Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?» meldeten sich Deutsche auf der Redaktion, die bange fragten, was wir denn schreiben würden.

Keine Angst, liebe Deutsche, unsere Serie wird keine Kampagne gegen euch. Aber die Deutschen in der Schweiz sind ein Reizthema. Es muss auf den Tisch. Wir stellen die Fragen: Nehmen Deutsche den Schweizern die Jobs weg? Drücken sie die Löhne? Welche Vorurteile haben wir gegenüber den Deutschen? Wie deutsch fühlen sich die Deutschschweizer selber?

Viele Schweizer lästern nur hintenrum über die Deutschen . Darum haben als Erste jene Eidgenossen das Wort, die hinstehen und sagen, was sie denken.

Die Deutschen dürfen morgen zurückgeben. Und bekanntlich wissen die sich ja verbal zu wehren.

Rolf Cavalli, Stellvertreter des Chefredaktors


Na, da freut sich doch Herr Bünzli, wenn er täglich seine Zeitung aufschlägt und ihm solche Begeisterung entgegen schwappt. Wie die Realität aussieht, interessiert keinen, aber natürlich auf der Basis des Meckerns und Lästerns lassen sich hervorragend Vorurteile und dumme Meinungen abbauen!Ist es nicht so, dass ohne die Deutschen die Pflegeheime, Krankenhäuser, Kindergärten, usw. kaum noch Angestellte hätten? Ja warum denn bloss? Weil eventuell viele schweizer Frauen lieber Heimchen am Herd sind, andere sind sich zu fein, um solche Arbeiten, wie das Kellnern auszuführen und noch viel schlimmer, was vor allem die Krankenhäuser betrifft: sie haben einfach nicht die Leute, die darin ausgebildet sind! Schlichtweg, so ist es nun mal!

Gut, Herr Bünzli wünscht allen einen schönen Samstagvormittag und geht jetzt brav zu Bäcker und Metzger, quält sich bei jeder Katze, jedem Hund und jedem noch so unfreundlichen Gemeindenachbar ein “Guete Morge zäme!” raus, damit er nicht als böser Deutscher abgestempelt und noch des Landes verwiesen wird, weil er dem Herrn Meyer-Baur nicht freundlich genug die Tür aufgehalten hat!

Ciao zäme, Detlef Bünzli

 

Eine weitere Erheiterung des Herrn B.- diesmal aus dem Schweizer Fernsehen August 14, 2009

Einsortiert unter: Kurze Anekdoten von Herrn Bünzli — Detlef Bünzli @ 2:36 nachmittags
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Herr Bünzli wollte sich den gestrigen Abend mit etwas lahmer Fernsehunterhaltung gestalten, um nach einem antrengenden Arbeitstag einfach nur zu entspannen, also schaltete der müde Detlef nichts Böses ahnend 3+ ein,bzw. blieb dort hängen.
Da kam das Format, übrigens offensichtlich von RTL kopiert, “Die 10…”.
Gestern nun der Titel “Die 10 nervigsten Schweizer”. Gar nicht schlecht gemacht, Detlef musste mehr lachen, als über den grossen Bruder mit Sonja Zietlow. Gute Leute, gute Gags, gut formatiert.
Der persönliche Tipp, als nervigster Schweizer, schwankte zwischen Blocher und Federer, aber neeeeeeeeeeeeeein,
halt wir haben da wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht! Wie konnte Herr B. das nur vergessen, ganz klar, natürlich!!!
Detlef gab sich einen Klapps an den Kopf und musste voller Verständnis einsehen, dass selbstverständlich die Deutschen auf Platz 1 gelandet sind, als nervigster Schweizer!

So, und wer sich jetzt fragt: Hääääää?

Tja, nachdenken, Junge, ist doch logisch! Wir, die Deutschen,  sind schuld an der über die Grenzen hinaus bekannte Massenarbeitslosigkeit in der Schweiz,  obendrein zwingen wir alle Schweizer deutsch sprechen zu müssen, werfen mit Knusperflocken um uns und hauen sie mit leeren Rotkäppchen-Sektflaschen nieder und obendrein nerven wir die Schweizer mit unseren Fremdwörtern, diesem elendigen Hang zur Pünktlichkeit und Tüchtigkeit zu Tode!

Herr Bünzli traute weder Aug, noch Ohr…
Was war denn da los?

Es ist viel mehr so, dass die Schweizer uns nur sehr ungern in ihrem Land haben, wir die Löhne unterbieten, die guten Stellen besetzen und die Achse des Bösen in der heilen Welt verbreiten- hat der Detlef im Allgemeinen Verständnis für diese Ansicht, aber ist es nicht irgendwie irreführend und widersprüchlich, dass bei der Sendeserie “Die 10 nervigsten Schweizer” die Deutschen auf Platz 1 sind?

Also Herr Bünzli lacht noch immer schallend über diesen stumpfsinnigen Fernsehbeitrag und hinterlässt gern hier für die Interessierten den Link:

http://www.3plus.tv/die10/nervigste_schweizer

Jetzt wird sich Detlef Bünzli, ganz nach dem fundierten Wissen über die Schiis Düütschen, zehn Bratwürste auf den Grill hauen, einen halben Kasten Gerstensaft zu sich nehmen und seine Sammlung hüfthoher Gartenzwerge polieren.

Uf Wiederluege mitenand!

 

 
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