Buenzli's Blog

Auf der Suche nach der neuen Heimat

Das Positive stirbt bekanntlich zuletzt! Oktober 14, 2009

Einsortiert unter: Das tägliche Leben als Bünzli im Heidi-Land — Detlef Bünzli @ 8:38 pm
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Das Positive stirbt bekanntlich zuletzt!

Genesen und fröhlich gestimmt, möchte nun Herr Bünzli in Ruhe ein paar Worte am

Abend seiner neuen, besser gesagt, nicht mehr ganz so neuen Wahlheimat widmen.

Detlef ist doch den einen oder anderen Tag an der hiessigen Universität in Zürich

anzutreffen und was ihm dort den Weg kreuzt, ist manche Anekdote wert.

Wer bereits am Zentral entlang kam und sich wunderte, was um kurz vor zehn Uhr

mindestens fünfzig Magersüchtige auf einem Haufen zu suchen haben, der scheint

nicht zu wissen, dass dort die Polybahn abfährt, um die Dollys ins Gehege der

Universität zu treiben. Seit Wochen überlegt sich Bünzli einen peppigen Gag

darüber, aber leider fällt ihm kein lustiger Vergleich ein, weil es einfach derart

grotesk und eine neue Art des absurden Theaters darstellt. Jedoch ist das keine neue

Feststellung, allerdings möchte unser Detlef an dieser Stelle nochmals an deren

Männer appellieren: gebt den Kleiderständern doch bitte was zu essen!

Mancher Morgen ist voll Ekel und Grusel dem Wiederkäuen geweiht, nicht nur deren

Morgen. Das ist visuelle Peinigung, die neue moderne Form der Folter. Dreimal

lieber liesse sich Bünzli minütlich einen Tropfen kalten Wassers auf die Stirn fallen!

Doch was er neulich zu Ohren bekam, war doch noch ein Highlight auf dem bereits

schon zig mal übertroffenen Highlight. Bekam doch Detlef am Rande der Erzählung

mit, dass Dolly 1 zu Dolly 2 sagte, dass sie Zähne putzen gehen müsste. Hmmm,

okay. Zahnarzttermin vielleicht, dachte Bünzli bei sich. Doch später ging ihm ein

Licht auf: böser Hunger-Rachengammel, zu wenig getrunken und dazu noch

mindestens zehn Parisienne und Kaffee schwarz dazu. Nuttenfrühstück, gängiges

Barbie- Ritual. Wieder konnte Bünzli ein neues Geheimnis aufdecken, denn

scheinbar war die hohe Verkaufszahl an Zahnbürsten nicht nur auf ihr

Werkzeugmissbrauch zum täglichen Erbrechen zurück zu führen, sondern auch auf

krankhaftes Putzverhalten mit abgefüllten Wasserflaschen auf einer öffentlichen

Toilette. Das war für den Bünzli wirklich neu, natürlich achtet auch er auf Pflege,

aber muss man dazu sein rosafarbenes Etui mit zig Pasten, Zahnseide und Bürste

mit in eine Universität schleppen? Ist das nicht zu privat? Detlef nimmt auch nicht

die Nagelschere mit und den Nasenhaartrimmer, um sich auf der Herrentoilette

schick zu machen. Nachdem diese neue Erkenntnis über Hygiene und Pflege gesackt

war, bekam Detlef eine neue Geschichte zu hören. Seine Bekannte aus Brandenburg,

namens Bianca-Mandy Krause, erzählte ihm letztens bei einem leckeren Glas

Mädchentraube, auch genannt: “Schlüpferrutscher”, dass sie doch tatsächlich von

den Disco-Dollys gefragt wurde, woher sie denn ihre Kleidung hätte. Ja, klar. Das

sollte ein Gesprächsthema wert sein, aber gut. Bianca-Mandy macht sich nichts aus

Marken und setzt andere Prioritäten und sagte auch ganz ungeniert, dass sie bei

H&M, Mango und ZARA einkaufen gehen würde. So, so… Aha… Hmmmm… Warst

du also hier einkaufen? Bianca-Mandy war doch recht verwirrt, fragte nach, wieso

sie wissen wolle, wo sie direkt einkaufen war und jetzt kommt der Hammer, die

Pointe, der i-Punkt auf dem i: In Ostdeutschland gibt es doch solche Läden nicht,

oder? Nein, ich habe mir bis dato meine Sachen selbst geklöppelt, dachte sich

Bianca-Mandy Krause, sprach es dann auch einfach aus, weil solche dümmlichen

Fragen nur dümmliche Antworten verdienen.

Und als vor ein paar Tagen ein bekannter Schweizer öffentlich im Fernsehen

verlauten liess, dass bekanntlich das Positive zuletzt stirbt, war neuer Schreibstoff

für Bünzlis Seite ganz flott gefunden, daher bleibt Detlef nur der Abendgruss und die

Bemerkung, dass doch bitte dem hier noch viele weitere Anekdoten folgen, aber

bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt und das lässt noch ein Weilchen auf sich

warten, denn kurze Geschichten bieten sich dem Bünzli quasi täglich.

Liebste Grüsse in die Nacht,

euer Detlef

 

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